Koordinatensystem der Vokale©

Ich habe ein eigenes dreidimensionales „Koordinatensystem der Vokale“ entwickelt:

img_6205-2
Fotograf Sepp Köppel

X-Achse: der dumpfe Dämpfer-Vokal „U“ ist sehr dunkel, sanft, voluminös, weich, staunend und hat eine sehr tiefe Kehlkopfposition mit wenig Stimmlippenmasse und nach vorne geschürzten Lippen des Mundes

Y-Achse: der breite Schliesser-Vokal „I“ ist sehr hell, fast geschlossen, eher flach mit hoher Kehlkopfposition mit viel Stimmlippenmasse und in die Breite gezogene Lippen des Mundes

Z-Achse: der grösste Öffner-Vokal „A“ ist sehr laut, direkt, erreicht die grösste Mundöffnung, schützt und verkleinert den Mundraum aber oft mit einer erhöhten Zungenposition. Ärzte verwenden meist ein Stäbchen, um den Rachenraum zu sehen. Sänger müssen eine flache Zungenposition beim Öffnen zum „A“ trainieren. Der Kiefer sollte beim Öffnen nicht nach vorne „aufreissen“, sondern nach „hinten unten“ sanft gesenkt werden. So entsteht das grösste Klangvolumen mit bester Stimmbeweglichkeit. Über einer gewissen Tonhöhe (g2 Frequenz: 784 Hz) müssen sich alle Vokale zu diesem grössten Vokal öffnen. Der Grund liegt darin, dass die Tonhöhen ab dem g2 über den typischen Vokalformanten (Obertonbereichen) liegt

Schön, dass die neue Schweizer 200er Banknote dieses Koordinatensystem auch zeigt ….

Wenn man den Schliesser „I“ langsam in Richtung „A“ öffnet, ergibt sich von selbst der halb geschlossene Vokal „E“

Wenn man den Dämpfer „U“ langsam in Richtung „A“ öffnet, ergibt sich von selbst der halb geöffnete Vokal „O“

Der berühmte „Vokalausgleich“ besteht darin, dass man die guten Eigenschaften jedes Vokales mit den Aspekten der anderen Vokale vorstellungsmässig vor den Lippen und der Brustkorbresonanz mischt. So entsteht die grösste Leistungsfähigkeit aller Vokale

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.