Randschwingung (Kopf-Stimme)

Hier sieht man die schematische Darstellung der sogenannten „Randschwingung“ der Stimmlippen. Sie wird oft auch als „Kopf-Stimme“ bezeichnet, weil sie hauptsächlich im Kopfbereich und im Nasenraum verstärkt wird. Dieses hohe Register involviert sehr wenig Stimmlippen-Masse und klingt von Natur aus eher zart. Durch die natürliche Verstärkung im Bereich 3500 Hz wird sie oft laut empfunden. Wenn ein aufgeblasener Luftballon stark an seinem Ventil gespannt wird, erzeugt er ein ähnlich hohes „Quietsch“-Geräusch:

Die Stimmlippen sind bei diesem Stimmregister lang und dünn und schwingen nur an den Rändern.

Eine typische Kopfstimmübung ist das Gleiten des Tones in die Höhe auf der Silbe „Ui“ oder „Hui“.

Am besten stellt man sich ein Kind auf einer Schaukel vor, das vor Freude bei jedem Schwung „juchzt“. Die Kopfstimme ist die Grundlage der hohen Töne der Stimme, und sollte dementsprechend gut trainiert sein.

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Es gibt auf Youtube zahlreiche Stimmlippen-Videos, die sehr interessant und aufschlussreich sind. Manche Menschen empfinden diese wissenschaftlichen Aufnahmen befremdlich und abstossend, weshalb ich hier auf diese Videos verzichte.

Sie können selbst entscheiden…

Hilfreiche Youtube-Suchbegriffe sind:

„Glottal Opera“, „What is vocal fry?“  „Speech-Language Pathology: The Vocal Cords in Action“

Die beste hochauflösende Darstellung der Randkantenverschiebung („Glottal Cycle“) der Stimmlippen während der Phonation (Stimmgebung) finden Sie unter dem Suchbegriff: „The Vocal Folds – The Science of Singing“

Wenn Sie ihren HNO (Hals-Nasen-Ohren)-Arzt bei einer Untersuchung fragen, kann er auch einen Film von ihren Stimmlippen erstellen. Das kann beim Berufswunsch „SängerIn“ durchaus wichtig sein.

Spezielle Stimmärzte nennt man „Phoniater“

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